Deutsch

Vieles von dem, was wir im Deutschunterricht erlernen, ist zugleich die Basis für das Gelingen in vielen anderen Fächern, vermittelt das Fach Deutsch doch das sprachliche und methodische Handwerkszeug zur Orientierung in einer komplexen Welt: Die Fähigkeit, auch komplexe Zusammenhänge anhand von Texten zu verstehen und erläutern zu können, gezielt zu recherchieren, eigene Gedanken zu strukturieren, Argumente überzeugend vorzubringen und dafür, schriftlich wie mündlich, einen korrekten, der Situation angemessenen sprachlichen Ausdruck zu finden — dies alles sind Grundlagen für die Teilhabe auch an naturwissenschaftlichen Fragestellungen und gesellschaftlichen Debatten.

Daher kooperieren wir im Fach Deutsch immer wieder mit anderen Fächern, etwa mit Biologie (beim Verfassen von Sachtexten in Jahrgang 5), mit Kunst (beim Gestalten von „Lesekisten“ in Jahrgang 6) oder mit PGW (beim Erlernen rhetorischer und argumentativer Strategien in Jahrgang 8 und 9).

In einer Gegenwart, in der eine sich rasant verändernde Medienwelt unseren Handungsspielraum zugleich erweitert und bedroht, kommt dem kritischen und bewussten Umgang mit digitalen Medien eine wichtige Bedeutung zu — gerade angesichts der Chancen, aber auch der gefährlichen Verlockungen der Künstlichen Intelligenz, die uns mit einer auf Wahrscheinlichkeiten basierenden „Plastiksprache“ (Eva von Redecker) das eigene Denken und Formulieren abzunehmen bereit ist. Der Deutschunterricht ist auch dazu da, die Macht der Sprache — ihre befreiende wie ihre manipulative Kraft — ins Bewusstsein zu rücken und kritisch zu beleuchten.

Darüber hinaus ist das Fach Deutsch aber auch ein künstlerisches Fach. Literatur ist die fortwährende Einladung zum Perspektivwechsel, und im Umgang mit Klassikern und neuen Werken der Epik, Lyrik und Dramatik wird nicht nur ein literaturgeschichtliches Grundgerüst erarbeitet, sondern es entwickelt sich zudem eine fundierte Analyse- und Deutungskompetenz, die sich auch auf das Medium Film erstreckt. Dass es dabei — anders als in mancher Debatte auf Social Media — gerade dann interessant wird, wenn Sprache sich als vielschichtig und uneindeutig erweist, wenn Literatur unerwartete Wendungen nimmt und Figuren sich in ihrer widersprüchlichen Lebendigkeit einer raschen Einordnung entziehen, ist eine kostbare Erfahrung.

Kurzum: Die Vielseitigkeit ist gerade in diesem Fach enorm. Kreative und produktionsorientierte Formate — etwa das Verfassen eigener Tierfabeln — wechseln sich ab mit journalistischer Recherche, Grammatikübungen mit szenischem Spiel, Debatten über das Gendern mit einer Zeitreise in die Romantik, lustvolles Lesen mit dem „Auseinandernehmen“ eines Gedichtverses, das begründete Kommentieren eines Instagram-Posts mit einer Schreibwerkstatt zur Überarbeitung eigener Texte.

Das Ziel: Der Welt mit einem kritischen Geist, sprachlicher Feinfühligkeit und einer buchstäblich eigenen Handschrift begegnen zu können.

Highlights

Teilnahme am Vorlesewettbewerb aller 6. Klassen seit 2011, Landessiegerin 2014 vom ewg

Teilnahme mehrerer Klassen am Wettbewerb für kreatives Schreiben „KLASSEnSÄTZE“ seit 2014, Landessiegerin 2016 vom ewg

Alljährliche unterrichtsbezogene Autorenlesungen (z.B. Benjamin Lebert 2012 und 2020, Franca Düwel 2016, Saša Stanišić 2018 und 2019, Manfred Theisen 2022, Antje Bones 2024)

Fächerübergreifende Projekte, z.B. „Lesekisten“ in Klasse 6 mit Kunst

Gut sortierte Schülerbibliothek

Stundentafel

Klasse 5-12
4 Stunden

Frage 9

Nehmen alle 5., alle 6. oder alle 7. Klassen am Vorlesewettbewerb teil?

Wo finde ich die nächste Taschenlampe:
Wir gehen auf Reisen!