Wie in allen Hamburger Schulen lernen, lehren, arbeiten und begegnen sich Menschen am ewg mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen, sprachlichen, familiären und gesellschaftlichen Hintergründen. Diese vielfältigen Begegnungen bereichern das Schulleben, denn wir begreifen (interkulturelle) Vielfalt und Diversität als eine Ressource. Für uns bildet eine antirassistische und diskriminierungskritische Erziehung ein Grundprinzip unseres Schulprogramms und unserer Schulentwicklung.
Soziales Lernen und interkulturelle Erziehung stellen zentrale Aufgabengebiete des allgemeinen Erziehungs- und Bildungsauftrags der Schule dar. Dabei geht es um die Befähigung zur konstruktiven Auseinandersetzung und zum handlungsfähigen Umgang miteinander und mit anderen Kulturen und Lebensentwürfen in einer Lebenswelt, in der besonders Kinder und Jugendliche vor der Herausforderung stehen, vielfältige und oft sich widersprechende Eindrücke und Einflüsse im nicht einfachen Prozess der eigenen Identitätsbildung zu bewältigen.
Aus Initiativen der Schülerschaft sind Projekte gegen Diskriminierung entstanden, wie schon im Jahr 2020 mit Eyes Open. Daraus entwickelte sich eine Arbeitsgruppe, die zusammen mit dem Schulsprecher*innenteam die Bewerbung zur Aufnahme in das Netzwerk der Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (2021) vorbereitet hat. Als Paten konnten wir die Musiker der Hamburger Band Rapfugees gewinnen. Und weil uns bewusst ist, dass es keine „Schule ohne Rassismus“ gibt, sind wir aktiv und begleiten diese Bezeichnung mit Aktionen und Sensibilisierungsarbeit. Mit diesem Ziel haben wir die Arbeitsgemeinschaft Emilie Ra.Di.kal(!) – Rassismus und Diskriminierung kaltstellen – gegründet.
Ein besonderes Highlight war das Kunstprojekt 100-Tage-gegen-Rassismus (2023), bei dem Schüler*innen jeden Tag ein Zeichen gegen Diskriminierung setzten. Dabei entstanden Videos, Fotoaktionen, Bilder, kreative Texte, Gedichte, Comics und Zeichnungen, die sich mit den Hintergründen und Auswirkungen von Rassismus und Diskriminierung befassten. Auf der Website 100-tage-gegen-rassismus.de können diese Kunstwerke und Dokumentationen unserer Schüler*innen angesehen werden. Das Projekt wurde durch den Projektfonds Kultur und Schule Hamburg gefördert und in Zusammenarbeit mit der Performance-Künstlerin Anne Pretzsch sowie dem Verein WeAre realisiert.
In dem Schuljahr 2025/26 wird diese Aktion durch das Nachfolgeprojekt 100-Tage-Vielfalt-feiern erweitert, bei dem der Fokus darauf liegt, die Vielfalt innerhalb unserer Schulgemeinschaft sichtbarer zu machen, zu feiern und zu zelebrieren. Wieder 100 Tage lang wird eine fortlaufende Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne mit täglich neuen Aktionen und künstlerischen Interventionen im Schulalltag stattfinden, die mit einem Festakt am Ende des Schuljahres endet.







