Im Rahmen von ERASMUS+: Das war der Marseille-Austausch in diesem Jahr
Hamburg und Marseille verbindet nicht nur die Tatsache, dass sie Partnerstädte und beide jeweils die zweitgrößte Stadt ihres Landes sind, sondern sie sind ebenfalls Hafenstädte mit einer langen Tradition. Viele Menschen haben hier und dort Spuren hinterlassen und diese Spuren waren Gegenstand des Besuches unserer Partnerschule aus Gignac-la-Nerthe (ein Vorort von Marseille), deren Schüler*innen, die Mitte April in Hamburg zu Gast waren. Unsere Schüler*innen haben sich dann Ende April in Marseille auf die Suche nach „Spuren“ in den Gassen und an der Küste von Marseille gemacht und die Geschichte dieser 2600 Jahre alten Stadt entdeckt.
Unsere Gäste erfuhren in der Speicherstadt und in der Innenstadt Hamburgs die bedrückende Vergangenheit der Kolonialzeit, sie tauchten in die Welt des Handels (von Schokolade) ein, sie fanden im Dialog im Dunkeln eine neue Perspektive auf die Welt und lernten viele neue Menschen kennen, mit denen die Gäste eine sehr schöne Zeit in Hamburg verbracht haben. Auf der Welle dieses fröhlichen Miteinanders schwammen unsere ewg-Schüler*innen in Marseille weiter, wo sie sich zunächst literarisch der Gefängnisinsel des Grafen von Monte Christo näherten, später dann Spuren in Straßenkunst entdeckten und verstanden. Gänzlich eingetaucht in das Lebensgefühl einer Marseillais sind die norddeutschen SchülerInnen in dem Moment, als die Fußballmannschaft Olympique Marseille den Rasen betrat – der Verein OM liest sich gleichbedeutend mit Marseille, zumindest für die Menschen unserer Partnerstadt. Nicht profan, aber dennoch irgendwie alltäglich wurde dann der gemeinsame Schulbesuch unserer Partnerschule Lycée Saint Louis. Anders als erwartet ging es nicht so streng zu wie befürchtet und gerne hätten die Teilnehmenden noch mehr gemeinsame Alltagszeit miteinander verbracht, wenn nicht schon das Ende des gegenseitigen Besuches sich langsam am Horizont zeigte. Mit einer sehr spannenden Stadtführung durch das älteste Stadtviertel Frankreich „Le Panier“ und einer Führung im MUCEM mit dem Fokus auf die Wahrnehmung des Mittelmeeres endete die Projektfahrt nach Marseille.
Wir sind uns sicher, dass die dieses Projekt und die Begegnung nachhaltig die Perspektive der Schüler*innen prägen wird.




