Erinnerungspfade
Künstlerisch-performativer Stadtteil-Walk mit Interventionen zur Erinnerungskultur in Eimsbüttel
In diesem Projekt erforschten Schüler:innen des Profils Kultur und Gesellschaft aus dem 11. Jahrgang vergessene Geschichten in Eimsbüttel. Gemeinsam mit der Künstlerin Vera Drebusch untersuchten sie die Bedeutung persönlicher und gesellschaftlicher Erinnerungen, die Mechanismen des Vergessens und die Beeinflussung öffentlicher Erinnerung. Das Projekt wurde im Rahmen von geDENK forward (Zentrum Kulturelle Bildung und Vermittlung) und den Kulturagenten ermöglicht.
Schüler:innen des Profils Kultur und Gesellschaft / 11P2a in Zusammenarbeit mit Vera Drebusch, Andrea Meschede, Markus Tiedemann


Am Anfang stand die Frage: Wie erinnern wir uns – und warum ist Erinnern so wichtig? Gerade in einer Zeit, in der Vieles schnelllebig erscheint, haben wir uns bewusst damit auseinandergesetzt, welche Spuren Menschen oder Ereignisse hinterlassen – und was es bedeutet, diese Spuren sichtbar zu machen. Dabei haben wir erkannt, dass Erinnern nicht nur ein Blick zurück ist, sondern immer auch eine Verbindung zur Gegenwart und zur Zukunft schafft.
Unsere Arbeit begann mit einer Spurensuche. Wir haben uns hier in unserem Stadtteil Eimsbüttel angrenzend an unsere Schule ein Forschungsfeld abgesteckt und sind dann auf Spurensuche gegangen, haben Orte erkundet, recherchiert und genau hingeschaut: Wo finden wir Zeichen von Erinnerung in unserer Umgebung? Welche Geschichten verbergen sich hinter Denkmälern, Namen oder scheinbar unscheinbaren Orten? Welche Erinnerungen scheinen zu fehlen?
Diese erste Phase war für uns besonders spannend, weil wir gelernt haben, dass Erinnerungen nicht immer offensichtlich sind – oft liegen sie verborgen, in kleinen Details oder in persönlichen Geschichten. Zudem bestimmt der Denkmalschutz teilweise auch darüber, Spuren zu erinnern, die wir persönlich lieber nicht erinnern möchten.
