Berlin entscheidet: Kulturforschen am EWG wird gefördert !

Was ist „Kultur.Forscher“?

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Sitz Berlin) hat in Kooperation mit der PWC-Stiftung bundesweit für 24 Schulen in 8 Städten Fördergelder ausgeschrieben. Gesucht wurden Schulen, die vielversprechende Unterrichtsvorhaben in ein fort-schrittliches Schulprofil einbetten. Die Grundgedanken der Kampagne waren folgen-dermaßen ausgeschrieben (Auszug):

Kultur.Forscher-Philosophie

Angesichts immer kürzerer „Halbwertszeiten des Wissens“ ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler Lernstrategien entwickeln, die ihnen auch nach Ende der Schulausbildung eigen aktives selbständiges Lernen ermöglichen und sie in die Lage versetzen, mit jeweils neuem Wissen produktiv umzugehen. Forschendes und entdeckendes Lernen ist ein Ansatz, bei dem das Lernen selbst gesteuert und eigenverantwortlich organisiert wird. Die Herangehensweise erlaubt eine radikal subjektive Betrachtung der Welt, in der „richtige“ und „falsche“ Lösungen keinen Platz haben. Lernen wird dadurch nicht zu einer Anhäufung von Fachwissen, sondern zu einem Prozess, der die Welt erfahrbar macht und gleichzeitig dazu ermuntert, selbst Spuren in dieser Welt hinterlassen zu wollen. (siehe auch DKJSwww.kultur-forscher.de).


Das ist unser Programm!
In Anlehnung an unser Schulprogramm mit dem expliziten Formulierung eines Bildungsauf-trags, der die ganze Persönlichkeit jedes Schülers in den Blick nimmt und deren Entwick-lung fördert (siehe u.a. www.ewg-hamburg.de), werden wir mit der Teilnahme an „Kul-tur.Forscher“ folgende Aspekte betonen und stärken:
1. für Jugendliche bedeutungsvolle Inhalte sollen Themen sein: wir gehen von den Fragen unserer Schüler aus,
2. Kooperationen mit außerschulischen Partnern holen weitere Kompetenz in die Schule
3. Die Forschungshaltung als „Bildungshabitus“ wird gestärkt: durch die Anlage des Projektes als Staffette von Jahrgang zu Jahrgang, aber auch durch gezielte Fortbil-dungsangebote an Lehrer.

Und das sind unsere Projekte in diesem Schuljahr::
a) „Brücken schlagen“ – im Kunstunterricht zweier 7.Klassen.
Ausgehend von den Fragen der Schüler (Gibt es Unterwasserbrücken? Welche Lie-der über Brücken kennen wir? Wie hält eigentlich eine Brücke? Was sind schöne, was hässliche Brücken? Wo bauen wir Brücken? Wer beschäftigt sich beruflich mit Brücken? …) werden die künstlerischen, aber auch die übertragenen Bedeutungen erforscht und gestaltet. Dieses Projekt wurde im letzten Halbjahr schon im Jahrgang 9 (jetzt 10) sehr erfolgreich durchgeführt – siehe etwa die Bilder der Vernissage. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem laufenden Unterricht werden dann wiederum an einen neuen Jahrgang weitergegeben – „Brücken schlagen“ eben…
Die betreuenden Kolleginnen sind Frau Kutschke und Frau Menzel.
b) „Emilie tanzt“ – im Sportunterricht einer 9.Klasse
Für die Berührung und Erfahrung mit dem zeitgenössischen Tanz konnten wir mit den Mitteln der Kulturforscherprojekts Choreographen (über Kampnagel) gewinnen, die in einer erste Intensivschulung in der Projektwoche hier bei uns unterrichten werden. Danach wird diese ja eher junge Kunst- und Bewegungsform im Regelunterricht Sport weiter verfolgt und es wird sicher eine Aufführung vorbereitet. In geeigneter Form werden dann die Inhalte an andere Klassen weiter gegeben – „Brücken schla-gen“ auch hier.
In diesem Projekt arbeiten Frau Strum und Frau Lüthje mit.

Beiden Projekten viel Erfolg – und vor allem den Schülerinnen und Schülern Erkenntnisse und Spaß beim Forschen und Kennenlernen!!

Ulf Nebe